Die nachfolgenden Informationen betreffen die Planungen der Fa. SOTEC, die sich im Januar 2008 von dem Projekt zurückgezogen hat! BI “Saubere Energie für Trostberg” ...stellt die bisherigen Aussagen der Firma SOTEC den aktuell bekannten Tatsachen gegenüber: Es wird behauptet: Das geplante Kraftwerk wird keine Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung bringen. BI: Unsere Heimat ist durch die bereits vorhandenen Industrie-Emissionen in Luft, Wasser und Boden bereits stark vorbelastet. Bei Inversions-Wetterlage ist der Chiemgau bundesweit sogar am stärksten mit Feinstaub belastet (siehe SZ-Bericht vom 8.2.06). Zusätzliche Emissionen sind deshalb schlicht unzumutbar. Denkbar schlechte Voraussetzungen für eine Verbrennungsanlage bietet auch die Tallage Trostbergs. Durch den Ausstoß von Dioxinen, Schwermetallen, Feinstaub etc. bestehen gesundheitliche Gefahren, die von erhöhtem Krebsrisiko über Atemprobleme, Herzkrankheiten, Schädigungen des Immunsystems und allergischen Reaktionen bis hin zu angeborenen Anomalien reichen. Eine Müllverbrennungsanlage ist vergleichbar mit einem riesigen Reaktor, in dem zig-tausend unterschiedliche Chemikalien landen. Die Kontrolle aller entstehender Verbindungen ist technisch unmöglich! Aus dem ganzen Schadstoffcocktail werden nur ca. 15 Schadstoffe gemessen; für viele nachweislich schädliche Stoffe existieren keine Grenzwerte! Es wird behauptet: Die gesetzlichen Emissions-Grenzwerte werden weit unterschritten. BI: Die Firma SOTEC veröffentlichte vorläufige Berechnungen zu den Emissionen, die nur möglich und nachvollziehbar sind, wenn eine genaue Zusammensetzung des Brennstoffes bekannt ist. Die geplante Anlage wird pro Stunde 170 000 Kubikmeter Abgase erzeugen, darin enthalten auch giftige Schwermetalle, Feinstäube etc. (laut vorläufiger Berechnung 244 Tonnen pro Jahr!), die sich auf Trostberg und Umgebung verteilen. Obwohl Trostberg seit Jahrzehnten ein Chemie-Standort ist, liegt bislang kein Immissionskataster vor! Es wird behauptet: Es werden nur hochenergetische Industrieabfälle verbrannt und die Rauchgasreinigung entspricht dem Stand der Technik. BI: Die Firma SOTEC hat bislang drei Abfallarten bekannt gegeben, wobei sich aber hinter einer Abfallart zig verschiedene Stoffe verbergen; diese werden nur wegen der mechanischen Behandlung als eine Abfallart aufgeführt. SOTEC gibt aber dennoch vor, zu wissen, dass keine Gefährdung eintreten wird. Dies ist widersprüchlich! Zudem ist konkret geplant, 23 000 Tonnen giftige Chemieabwässer bei der Rauchgasreinigung einzusetzen. Diese erfolgt zudem ohne Katalysator und mit dementsprechend niedrigem Wirkungsgrad. Die für Trostberg geplante Rauchgasreinigung entspricht zwar dem Trend einer Billigausführung, aber keinesfalls dem Stand der Technik . Eine Verbrennung besonders über-wachungsbedürftiger Stoffe (= Sondermüll) kann nicht ausgeschlossen werden, da die Anlage als Anlage zur Verwertung von Abfall dargestellt wird. Es wird behauptet: Das Verkehrsproblem mit ca. 50 bis 60 zusätzlichen LKW pro Tag durch Trostberg wird durch eine Südanbindung an das Werksgelände gelöst. BI: Eine früher schon geplante Südanbindung wurde vom Straßenbauamt aus geologischen und ökologischen Gründen abgelehnt. Die geplante Trasse führt durch ein Wasserschutzgebiet, dessen dazugehöriger Brunnen die Versorgung der Bürger Trostbergs mit Trinkwasser zusätzlich sicherstellt! Darüber hinaus steht es heute in den Sternen, ob die vorgesehenen Straßenbau-Maßnahmen der B299 / B304 sowie die vom Landkreis angedachten Ostspangen jemals in der jetzt geplanten Form verwirklicht werden. Zu befürchten ist auf Jahre hinaus ein massiver, durch die Innenstadt rollender Schwerlastverkehr, der uns und besonders unsere Kinder hochgradig gefährdet. Es wird behauptet: Das Projekt sichert Arbeitsplätze. BI: Die Betreiberkonzerne (RAG, E.ON usw. ) treiben hier unserer Ansicht nach ein zynisches Spiel mit der Angst um Arbeitsplätze. Es geht den global operierenden Konzernen seit Jahren nur noch um rentable Verwertung ihres Kapitals und um optimale Renditen; die Arbeitsplätze und Schicksale in Trostberg interessieren in den Konzernzentralen niemanden (siehe Degussa-Verkauf durch E.ON). Keine der Betreiberfirmen kann auf Dauer die Arbeitsplätze in der Firma Rieger garantieren. Die Firma Rieger ist gut beraten, sich ernsthaft nach Alternativen (z.B. Biomasse-Kraftwerk, Geothermie) umzusehen. Aber der Trostberger Stadtrat sagt vorauseilend schon ja zum Kraftwerk! Der Trostberger Stadtrat hat allein auf Grund einer Sachverhaltsdarstellung der Firma SOTEC ohne genauere Informationen einstimmig die von den Betreibern gewünschten Abweichungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans beschlossen. In Trostberg soll demnach ein bis zu 45 m hohes Kesselhaus und ein 85 m hoher Kamin gebaut werden können. Dies halten wir schon allein wegen der Zerstörung des Stadtbildes für eine falsche Entscheidung. Was können Sie tun (bitte anklicken) Kontakt (bitte anklicken) Spenden (bitte anklicken) Fördermitglied (bitte anklicken)
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