|
| Messbericht Trostberg |
|
Bericht über Immissionsmessung in Trostberg (bitte anklicken) (wegen der Dateigröße könnte das Öffnen des Dokumentes einige Zeit benötigen)
Feinstaubwerte wie in Münchner Innenstadt Artikel Passauer Neue Pressse vom 19.12.2007 (Quelle: http://www.pnp.de/nachrichten/artikel.php?cid=29-18325675&Ressort=bay&BNR=0) Dicke Luft in Trostberg Messungen an der Ortsdurchfahrt in Trostberg ergaben 50 Überschreitungen der Grenzwerte
Feinstaubmessungen an der Ortsdurchfahrt haben zahlreiche Überschreitungen der Grenzwerte für Feinstaub und Stickstoffoxid an der Engstelle der Traunsteiner Straße in Trostberg belegt. 50 Mal wurden in der Häuserschlucht die Feinstaub-Grenzwerte überschritten. Höchstens 35 Übertretungen im Jahr sind zulässig. Hauptursache für die hohen Werte ist der Straßenverkehr. Von Mai 2006 bis Mai 2007 waren die beiden Messstationen von InfraServ Gendorf an der Traunsteiner Straße aufgestellt. Nun gibt es die Ergebnisse. Auf Höhe der engen Bebauung war die Belastung besonders extrem. Zwei Wochen lang wurde an einer Station gemessen, dann wurde zu der anderen gewechselt.
Tempo-30-Zone wurde bisher abgelehnt
„Hochgerechnet haben wir hier also 100 Überschreitungen“, stellt Wilhelm Gotz vom Trostberger Bauamt fest. „Diese Feinstaub-Werte entsprechen denen der Münchner Innenstadt.“ Ein gravierendes Problem seien die Lastwagen, die nach der Kurve in dem Nadelöhr beschleunigen. Man habe bereits in Erwägung gezogen, an dieser kritischen Stelle die Geschwindigkeit auf 30 Kilometer pro Stunde zu beschränken. Nach Angaben der Verkehrsbehörde aber sei das auf einer Bundesstraße nicht möglich. Nach den erschreckenden Ergebnissen der Luftuntersuchungen aber wolle man in dieser Hinsicht noch einmal einen Anlauf nehmen, erklärt Gotz. Zweiter Bürgermeister Karl Schleid zeigt sich skeptisch gegenüber diesen Plänen. „Dadurch wird das Lärmproblem durch den Lastverkehr nur entsprechend verlängert“, befürchtet er. Außerdem sei zwar immer wieder die Rede von einer Geschwindigkeitsbegrenzung gewesen, doch bisher liege im Rathaus kein entsprechender Antrag vor. Doch er ist erleichtert, dass die Messergebnisse nun einen jahrelangen Verdacht bestätigen: „Ich bin froh, dass wir das endlich schriftlich haben“, sagt Schleid. „Mit diesen Zahlen im Hintergrund können wir bei unseren Forderungen so richtig Gas geben.“ Das muss die Stadt auch, denn das Europäische Parlament macht Druck: Die EU-Mitgliedsstaaten werden nun erstmals verpflichtet, die Belastung durch Feinstaub zu überwachen. Das teilte die Ebersberger Europa-Abgeordnete Angelika Niebler mit. Ab 2015 sollen verbindliche Grenzwerte gelten. Sie warnt vor den gesundheitlichen Gefahren bei einer hohen Feinstaubbelastung: „Das ist deshalb gefährlich, weil Feinstaub in die Atemwege und bis in die Lunge eindringen kann“, heißt es in ihrem Schreiben.
Bauhof bewässert im Sommer die Straße
Bisher hat man sich in Trostberg zumindest im Sommer auf recht kreative Art beholfen: Von einem Mitarbeiter des Bauhofs war eine Straßenbewässerungsanlage entworfen worden. Entlang der B 299 werden Straße und Gehweg mit Wasser besprüht und der Staub so gebunden. Die Entlastung der Trostberger Innenstadt vom Verkehr und der Bau der Umgehungsstraße stünden nun an erster Stelle, betont Schleid. Man werde sich so bald wie möglich mit dem staatlichen Bauamt in Verbindung setzen. Auch die bereits von Stadt und Landkreis geleisteten Vorplanungen für die Umgehungsstraße müssten in die neuen Planungen mit einbezogen werden. „Aber eine Lösung von heute auf morgen gibt es nicht.“ gbe
|